Gude

Es fällt nicht schwer, in der Musik Stefan Kellers eine ausgeprägte Affinität zum Rhythmischen zu entdecken und dabei eine besondere Vorliebe für alle Arten von Trommeln auszumachen: In Hammer (2015) hat der Komponist traditionelle Rhythmusmuster kubanischer Bongos und Congas verarbeitet; in Soma oder die Lust am Fallenlassen (2015) und Hybrid gaits (2017) kommt im Rahmen veritabler rhythmischer Tumulte dem Drumset eine prominente Rolle zu. Kellers komplex strukturierte Klangprozesse lassen dabei (nicht nur rhythmische) Elemente aus Pop, Elektronik und aussereuropäischen Musikkulturen verblüffend stimmig miteinander verschmelzen. Denn der Zugriff auf Phänomene unterschiedlichster Musiktraditionen entspringt weniger dem Prinzip der Collage als der Idee, an Strukturelles anzuknüpfen, so dass die «Wirkungsweise der Musik, auf die man referiert, in die eigene Musik eingeht, ohne gleich gebrochen oder ironisiert zu werden».

Dirk Wieschollek, Schweizer Musikzeitung

Programm

Daniel Eichholz, Drumset
Florian Hoelscher, Klavier
Markus Schwind, Trompete
Yalda Zamani, Leitung

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