MENÜ
CLOSE

Termine Rückblick

Do 04. Nov
19:00 Uhr
Liederhalle, Mozartsaal
Stuttgart Liederhalle
"Die Weise von Liebe und Tod"

Programm:

Viktor Ullmann: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke für Sprecher und Ensemble (Arrangement Andrew Digby)
György Ligeti: Mysteries of the Macabre für Sopran und Klavier
Irina Rubina (Animation) / Elnaz Seyedi (Musik): „I was given a body “ – Eine audiovisuelle Komposition, inspiriert vom Leben und Tod eines Dichters
Sabine Maier (Film) / Klaus Lang (Musik): „nirgends“ – audiovisuelle Rauminstallation

Tickets

Wer von Liebe spricht, dem ist der Tod meist fern. Und doch sind dem Begriffspaar Liebe und Tod nicht nur Gegensätze eingeschrieben: Der Liebestod ist in der Literatur allgegenwärtig, ebenso die Liebe, die selbst den Tod überwindet. Das geht auch mal ohne Metaphysik: In György Ligetis Operngroteske „Grand Macabre“ etwa ist der Tod einfach zu betrunken, um Unheil anzurichten. Der Welterfolg von Rainer Maria Rilkes „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ hingegen, aus dem Viktor Ullmann angesichts des eigenen Todes im Lager Theresienstadt ein Monodram machte, wirft ein beklemmendes Schlaglicht auf den viel zu frühen Tod eines jungen Fahnenträgers, dessen Liebeslust gerade erst erwacht war. Das Monodram sowie die aberwitzigen Koloraturarien „Mysteries of the Macabre“ sind die prominenten Gegenpole eines Programms von Ascolta, das dem schillernden Begriffspaar „Liebe und Tod“ überraschende Aspekte abgewinnt. Prominent sind auch der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Heikko Deutschmann sowie die Sopranvirtuosin Johanna Vargas, die für das vielseitige Programm gewonnen werden konnten. Dieses wartet zudem mit der Uraufführung einer audiovisuellen Komposition von Irina Rubina (Animation) und Elnaz Seyedi (Musik) inspiriert von Poesie und Leben von Ossip Mandelstam auf sowie einer berückend schönen Raumklang- und Lichtarbeit von Sabine Meier und Klaus Lang.

„I was given a body“ von Irina Rubina und Elnaz Seyedi wird gefördet vom Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Musik von Viktor Ullmann, György Ligeti Heikko Deutschmann, Sprecher Johanna Vargas, SopranMehr Erfahren
So 24. Oct
18:00 Uhr
Stiftung Schloss Neuhardenberg
Villa Massimo Stipendiantenkonzert
Komponistenportrait Stefan Keller
Do 30. Sep
19:30 Uhr
Hamburg Elbphilharmonie
NDR-Reihe Das Neue Werk
Stummfilm mit Livemusik

Schatten – Eine nächtliche Halluzination (D 1923, Länge: ca 85‘)
restaurierter Stummfilm von Arthur Robison mit neuer Musik von Johannes Kalitzke (2016)
aus der ARTE Stummfilmkollektion

30. September 2021, 19.30 Uhr
Live in der Elbphilharmonie Hamburg
Tickets

Darsteller
Fritz Kortner – Eifersüchtiger Ehemann
Ruth Weyher – Ehefrau
Gustav v. Wangenheim – Liebhaber der Ehefrau
Alexander Granach – Schausteller
Fritz Rasp – 1. Diener
Karl Platen – 2. Diener
Lilly Harder – Zofe
Eugen Rex – 1. Kavalier
Max Gülstorff – 2. Kavalier
Ferdinand von Alten – 3. Kavalier

»Das Eifersuchtsdrama gewann durch die unterlegte Musik von Johannes Kalitzke enorm an Wucht und Dramatik. Elf Musiker entfachten ein Feuerwerk an Gefühlen. Wer bisher nicht verstanden hat, was zeitgenössische Musik leisten kann, erlebte ein eindrucksvolles Beispiel.« WAZ anlässlich der Premiere bei den Wittener Kammermusiktagen im April 2016.

Inhalt
Eine junge Frau, die mit ihren Reizen nicht geizt, leidet unter der krankhaften Eifersucht ihres Gatten. Bei einem Abendessen, zu dem vier Herren anwesend sind, glaubt er, anhand von Schattenbildern eine amouröse Annäherung zwischen seiner Frau und einem der Gäste zu erkennen. Ein Gaukler, der die Gesellschaft mit einem Schattenspiel unterhält, spürt die Spannung, die in der Luft liegt, und erteilt den Anwesenden eine Lektion. Er hypnotisiert sein Publikum und zaubert ihre Schatten auf die Leinwand. Da sehen sie ihre heimlichen Wünsche und Phantasien. Das Spiel mit den Schatten endet in einer grotesken Hinrichtung der jungen Frau, den rasenden Gatten werfen die Kavaliere aus dem Fenster. Aus der Trance erwacht, verlassen die Gäste das Haus, zwischen den Eheleuten herrscht wieder Harmonie, zumindest an diesem Morgen.

Zum Film
Schatten – Eine nächtliche Halluzination ist einer der besten Filme des deutschen Expressionismus und bewegt sich von der künstlerischen Wertigkeit her auf dem Niveau der Klassiker dieser Epoche wie Das Cabinet des Dr. Caligari oder Nosferatu, zu dem es eine Reihe enger Verbindungen gibt: 1. durch die Mitwirkung der Schauspieler Alexander Granach (der Häusermakler Knock in Nosferatu, der Schattenspieler in Schatten) und Gustav v. Wangenheim (der junge Thomas Hutter in Nosferatu, der Galan in Schatten), 2. durch Fritz Arno Wagner als Kameramann beider Filme und 3. durch den Produzenten Albin Grau, der eine große Affinität zu okkulten Stoffen hatte und der bei Schatten für die Architektur, Dekoration und Kostüme verantwortlich zeichnet. Grau hatte auch Einfluss auf den Inhalt des Films und gilt als der entscheidende Ideengeber.
Albin Grau ist in der deutschen Filmgeschichte kein Unbekannter. Er produzierte mit seiner kleinen Firma Prana-Film Nosferatu, hatte aber offenbar nicht die Buchrechte von Bram Stoker erworben. Es kam zu Regressforderungen, Grau verlor den Prozess, darüber ging seine Firma bankrott. So gründete er Pan-Film und produzierte mit dieser neuen Firma Schatten. Ursprünglich wollte er wieder Friedrich Wilhelm Murnau als Regisseur gewinnen, er stand jedoch aufgrund anderer Projekte nicht zur Verfügung. Seine filmhistorische Würdigung erhielt Schatten in den beiden Standardwerken zum Weimarer Kino von Lotte Eisner (‚Die Dämonische Leinwand‘) und Siegfried Kracauer (‚Von Caligari bis Hitler‘), die den Film übereinstimmend als Meilenstein in der Entwicklung des deutschen Kinos bezeichnen. Schatten gilt als Vorläufer für Hitchcocks Psycho und der Filme von Mario Bava.

Lotte Eisner schreibt: „Arthur Robison handhabt seine Schatten ebenso geschickt wie der kleine Illusionist des Films. Suggestiv werfen dessen flinke Hände im Kerzenlicht Schattenspiele an die Wand, Fratzen verzerren sich, hinter erleuchteten Fenstern huschen Silhouetten, wie sie auch Murnau im Letzten Mann zeigt. […] Die Zweideutigkeit der Schatten hat in diesem Film einen Freud‘schen Sinn: der kleine Taschenspieler lässt die Schatten der Handelnden verschwinden und öffnet so die Schleusen all ihrer geheimsten Begierden. Jene Phantasmagorie wird bedeutungsschwer: die Schatten treten an die Stelle der Lebenden, die während des Schauspiels zu leblos erstarrten Zuschauern ihres eigenen Geschicks werden; die Phasen ihrer Existenz, die sich zu Beginn des Films mit einem schweren Ritardando abgerollt haben, scheinen sich zu überhasten, einem tödlich verlaufenden Ende zuzustürzen.“ (Lotte Eisner: Die dämonische Leinwand, S. 134)

 

Die neue Musik

Sie entstand im Auftrag des WDR (Harry Vogt) und der ZDF/ARTE-Filmredaktion, die das gesamte Projekt für Filmkonzerte, Fernsehen und DVD produzierte. Johannes Kalitzke schrieb für die Stammbesetzung des ensemble ascolta: Trompete, Posaune, Violoncello, E-Gitarre, zwei Schlagzeuge und Klavier und nahm noch Violine, Kontrabassklarinette und Sampler dazu. So entstand ein funkelnder und doppelbödiger ‚musikalischer Irrgarten‘, in dem das Schatten-Prinzip des Filmdramas offenbare und versteckte musikalische Entsprechungen findet. Doppelgänger sind bereits im Instrumentarium: Violine/Strohgeige, Klavier/präpariertes Klavier, Trompete/Trompete ohne Ventile, wodurch ein ganz eigenes Klangspektrum verfremdeter, untemperierter Klänge entsteht. Johannes Kalitzke ge­staltet die Musik als ‚multiples Rondo‘, in dem Wiederholungen von ständigen Perspektivwechseln begleitet werden, und schafft damit ein pulsierendes Vexierspiel, das die neu­rotischen Unterströmungen der Geschichte freilegt. Alles steuert, wie er selbst sagt, auf einen Endpunkt zu, an dem das Happy End im Film selber einen Schatten wirft: als ein gefährdetes Glück, das nur durch Verdrängung des vorher offenbar­ten, unterbewussten Schattenreiches vorge­täuscht ist.

„Doch es ist nicht nur die beste Rekonstruktion dieses Klassikers, die nun auf DVD vorliegt, sondern auch jene mit der überzeugendsten Komposition, die in diesem Jahr während der Wittener Tage für neue Kammermusik uraufgeführt wurde. […] Kalitzke versteht den Film ohne eigene Tonspur als in sich schlüssig; indem er die exzentrischen Bilderfantasien von Robison/Grau als Basis für seine musikalische Form ernst nimmt, gelingt ihm eine Art doppelbödige Rondo-Form, die ihre explosiven Spannungspunkte in den Wahnsinnsattacken des Ehemanns findet und augenzwinkernd Beethovens ‚Für Elise‘ in Spieldosenklängen einführt. Die Musik wird nicht zum sekundierenden Doppelgänger des Films, sondern bildet einen dialogbereiten Klangkosmos. So geht in Kalitzkes Interpretation das Ende auch nicht ganz in Harmonie auf: der Mann und die Frau sind zwar keine Menschen mehr, die Schatten werden, aber immer noch welche, die Schatten werfen.“ (Stephan Ahrens im FILMDIENST 23/2016, S. 32)

Film: Arthur Robison (1923), Musik: Johannes Kalitzke (2016)Mehr Erfahren
Sa 11. Sep
19:30 Uhr
Münster, Musikhochschule
KLANGZEIT #11
Veranstaltung der Gesellschaft für Neue Musik Münster

Programm

Annette Schmucki: She’s leaving home (2021, Uraufführung)
Carlos G. Hernández: sin orejas (2019) für Trompete, Posaune, Cello und Schlagzeug
Peter Ablinger: JETZT/Blackout (2017) für Instrumente, Objekte und Elektronik

Weitere Info & Tickets

Werke von Peter Ablinger, Carlos G. Hernandez und Annette Schmucki (Uraufführung)Mehr Erfahren
So 25. Jul
19:00 Uhr
Weingarten Pädagogische Hochschule
Weit! Neue Musik Weingarten
Martin Smolka: Vor dem Gesetz - Musiktheater nach Franz Kafka

Kafka und die Musik – das wird selten zusammengedacht. Martin Smolka hat es getan. Denn obwohl Kafka kein besonderes Interesse an Musik zeigte, besitzt seine Sprache überaus musikalische Qualitäten. Dort setzt Martin Smolka in seinem einstündigen Instrumentaltheater „Vor dem Gesetz“ an. Er lotet die musikalischen Qualitäten von Kafkas Sprache aus, nimmt aber zugleich das Mysteriöse seiner Texte in den Fokus. Diese bleiben gut verständlich, sodass das Stück auch „Einsteigern“ in die Neue Musik empfohlen wird.

Im Zentrum steht Franz Kafkas „Türhüter-Parabel“. Regisseur Jiři Adámek ergänzte die Erzählung aus dem Romanfragment „Der Prozess“ mit Briefen und weiteren Texten von Kafka und Albert Camus, verdichtete sie zum Libretto und erarbeitete gemeinsam mit den sieben Musikern des Ensemble Ascolta die Szene. Diese eng verzahnte Zusammenarbeit zwischen Komponist, Regisseur, den Musikern als Akteuren und der Lichtkünstlerin Ivana Kanhauser führt dazu, dass sich die musiktheatralischen Ebenen Text, Musik und Szene zu einem unauflösbaren Ganzen verweben.

Das Publikum darf sich auf einen abwechslungsreichen Abend freuen, der mit Elementen des Absurden Theaters spielt, mit Humor, virtuosem Sprachwitz, aber auch mit Melancholie und Poesie.

Nach der Uraufführung bei den Wittener Tagen für Neue Kammermusik und Folgeaufführungen beim Lucerne Festival, in Prag, Rheinsberg und Stuttgart ist das mit Unterstützung der Bundeskulturstiftung und der Siemens Musikstiftung entstandene Werk am 25. Juli in der Aula der PH Weingarten zu erleben.

Der Abend startet um 19 Uhr mit einem hinführenden Vortrag von Jürgen Wertheimer (Tübingen).

Tickets: www.weit-weingarten.de/karten-kafka

Weitere Info Homepage: www.weit-weingarten.de

Weingarten Pädagogische HochschuleMehr Erfahren
Do 22. Jul

Stuttgart Theaterhaus T2
SOMMER IN STUTTGART

Programm 19 Uhr

Alvaro Carlevaro: verano del ángel
nach einem Text von Samuel Beckett für Countertenor, Posaune und Violoncello (2013/14) UA

Rebecca Saunders: Solitude
für Violoncello solo (2013)

Rolf Riehm: gestern aber heute hybrid  – 532 Klangclips und tweets zur brüchigen Gegenwart
für Klavier (2020) UA

Daniel Gloger, Countertenor
Erik Borgir, Violoncello
Andrew Digby, Posaune
Florian Hoelscher, Klavier

Programm 22 Uhr

Klaus Lang / Sabine Maier: »nirgends« für Ensemble und projiziertes Licht (Filmversion)

Ensemble Ascolta
Luis Schoeffend, Ton

»nirgends« entführt das Publikum an einen Nicht-Ort, in einen poetischen Raum jenseits geographischer Koordinaten, zwischen Stille und Dunkelheit, gleißendem Licht und raumfüllendem Klang. Oft asketisch, subtil schattiert und extrem langsam getaktet trifft die Musik von Klaus Lang hier auf die besondere Lichtästhetik von Sabine Maier, hergestellt mit längst ausrangierten Projektoren und Scheinwerfern.

»nirgends« ist ein Kompositionsauftrag von WDR und Ensemble Ascolta, gefördert aus Mitteln des Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg.

 

Klaus Lang (Musik) und Sabine Maier (Lichtinstallation)Mehr Erfahren
Mo 12. Jul
20:30 Uhr
Innenhof | Altes Schloss | Stuttgart
Kultur im Alten Schloss
Grooves & Rituals

Der Minimal Music Klassiker „In C“ von Terry Riley steht im Mittelpunkt des Programms „Grooves & Rituals“. 53 pulsierende Patterns schichten sich im Laufe des Stücks zu einem Klanggewebe von sogartiger Wirkung, die das Publikum fast 60 Jahre nach Entstehung des Stücks noch immer mitnimmt und fasziniert. Ensemble Ascolta hat für diese Aufführung befreundete Musiker:innen aus Süddeutschland eingeladen, mit denen wir dieses Stück und die aktuell wiedergewonnene künstlerische Freiheit feiern wollen.
Ergänzt wird das Programm durch Gérard Griseys „Stèle“. Es entfaltet seine ritualartige Wirkung im Schlosshof durch den vibrierenden Echoklang von zwei großen Trommeln.
Grooves & Rituals setzt auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der kolumbianischen Sängerin Johanna Vargas fort, die mit uns zwei Stücke von Heiner Goebbles aus dessen Werkzyklus „Surrogate Cities“ performen wird. Und beim Riley-Fest in C ist sie natürlich auch dabei.

Weitere Infos

Tickets

 

Musik von Terry Riley, Heiner Goebbels und Gérard GriseyMehr Erfahren
Fr 21. Mai
18:00 Uhr
Werdenberg (CH)
Schlossmediale Werdenberg
Eröffnungskonzert

EINES TAGES ALLTÄGLICH

16.00 & 18.00 Uhr, Eröffnungskonzert

Ein komponierter Spaziergang durchs Schloss mit Werken von Elena Mendoza und Matthias Rebstock mit Kara Leva, Emmanuelle Bernard, Tobias Dutschke, Talvi Hunt und dem Ensemble Ascolta

Mehr über die Schlossmediale Werdenberg

Schlossmediale Werdenberg (CH)Mehr Erfahren
Do 06. Mai
18:00 Uhr
ACHT BRÜCKEN Mediathek und WDR Kulturambulanz
Festival Acht Brücken
ERNST BUSCH – DER LETZTE PROLET Comic-Lesung in drei Akten. Mit Texten, Zeichnungen und Video von Jochen Voit und Sophia Hirsch. Musik von Gordon Kampe (Uraufführung)

ENSEMBLE ASCOLTA
Justin Caulley, Stimme
Johannes Voit, Buch & Lesung
Sophia Hirsch, Visual Art
mit Musik von Gordon Kampe (Uraufführung)

weitere Informationen

Mitschnitt vom 1.5. aus dem Gloria-Theater KölnMehr Erfahren
Mi 05. Mai
18:00 Uhr
philharmonie.tv und ACHT BRÜCKEN Mediathek
Festival Acht Brücken
Werke von Annesley Black, Martin Schüttler und Jennifer Walshe

Jennifer Walshe
meanwhile, back at the ranch… (2005)
für sieben Performer und Image-Controller

Martin Schüttler
Boys Don’t Cry (2019)
für Erik, Andrew, Florian, Julian, Boris, Markus und Hubert

Annesley Black
Smooche de la Rooche II – Variations on a Theme by Hazel Meyer (2007)
für drei athletisch begabte Schlagzeuger und Elektronik

ENSEMBLE ASCOLTA
NINA GUO | Image-Controller

zum Videostream

Aufzeichnung vom 1. Mai aus der Kölner PhilharmonieMehr Erfahren
So 25. Apr
20:04 Uhr
WDR3.de - Radio und Videostream
Wittener Tage für neue Kammermusik
Konzert (5) Uraufführungen von Zeynep Gedizlioğlu und Michael Pelzel

Programm der Sendung:

Christian Winther Christensen: in touch (2021) für fünf Musiker
Mirela Ivičevič: Subsonically Yours (2021) für Ensemble
Klangforum Wien, Titus Engel (Dirigent)

Zeynep Gedizlioglu: Eksik (2021) – Entzug für Ensemble
Michael Pelzel: Dark Side of Telesto (2021) für Ensemble
Ensemble Ascolta, Lin Liao (Dirigentin)

Moderation: Martina Seeber

In ihrer Komposition „Eksik“ (Entzug) entnimmt Zeynep Gedizlioglu der ascolta-Besetzung das Klavier, erweitert aber gleichzeitig die Struktur des Stücks um eine Ebene stimmlicher Laute, die mit den instrumentalen Klängen teils kommentierend teils bestimmend in Dialog treten. Entstanden ist ein feines Gewebe hochklassiger Kammermusik.

Michael Pelzel schafft mit seinem großformatigen Werk „Dark Side of Telesto“ Bezüge zur Popkultur (Pink Floyd „The Dark Side of the Moon“) und lässt gleichzeitig seine Affinität zur traditionellen indischen und fernöstlichen Musik durchscheinen. Das 23-minütige Stück ist getragen von starken Kontrasten zwischen düster-ruhigen und gleißend-hellen Momenten. Mit seiner faszinierenden Klanglichkeit baut „Dark Side of Telesto“ eine enorme Sogwirkung auf.

digitales Festival auf WDR3.deMehr Erfahren
Sa 24. Apr
20:00 Uhr
WDR3.de - Radio und Videostream
Wittener Tage für neue Kammermusik
Konzert (4) Klaus Lang / Sabine Maier: nirgends. (2020-21) für Ensemble und Lichtinstallation (Videofassung)
Klaus Lang begibt sich für sein Projekt mit der Lichtkünstlerin Sabine Maier auf neues Terrain. „nirgends.“ entführt das Publikum an einen Nicht-Ort, in einen poetischen Raum jenseits geographischer Koordinaten, um Licht- und Klangsituationen zu erkunden – zwischen Stille und Dunkelheit, gleißendem Licht und raumfüllendem Klang.
Die oft asketische, subtil schattierte, meist extrem langsame Musik von Klaus Lang trifft im Zuge dieser künstlerischen Kooperation auf eine Licht-Ästhetik, für die Sabine Maier alte, ausrangierte Projektoren und Scheinwerfer einsetzt, die andernorts kaum noch zum Einsatz kämen, hier aber ein besonderes Eigenleben führen. „Parallelität und Nicht-Synchronität“ sind beim Zusammentreffen von Lichtchoreographie und der vom Stuttgarter Ensemble Ascolta interpretierten Musik durchaus intendiert. Mit reduzierten Mitteln entsteht ein komplexes audiovisuelles Geflecht, das dem Publikum viel Raum und Zeit für die eigene Wahrnehmung lässt. „nirgends.“ lädt ein zur Erforschung, mit dem Versprechen, dass sich in der Lichtspielszene eine reiche Schönheit entfaltet.
digitales Festival auf WDR3.deMehr Erfahren
Mi 10. Mär
23:00 Uhr
SWR2-Sendung JetztMusik
SWR2 JetztMusik
Günter Steinke: Der Sandmann – Szene für Sprecher und sieben Musiker nach einem Nachstück von E.T.A. Hoffmann.

Livemitschnitt vom ECLAT-Festival in Stuttgart, 6. Februar 2021

Festival ECLAT, Mitschnitt vom 6.2.2021Mehr Erfahren
Sa 06. Feb
16:00 Uhr
Stuttgart Theaterhaus
Eclat Festival
Günter Steinke: Der Sandmann

Günter Steinke: Der Sandmann – Szene für Sprecher und sieben Musiker nach einem Text von E.T.A. Hoffmann

Markus Schwind, Trompete
Andrew Digby, Posaune
Erik Borgir, Violoncello
Florian Hoelscher, Klavier
Hubert Steiner, E-Gitarre
Boris Müller, Schlagzeug
Julian Belli, Schlagzeug

Gerhard Mohr, Sprecher
Nicholas Kok, Leitung

Kompositionsauftrag von Musik der Jahrhunderte mit freundlicher Unterstützung der Kunststiftung NRW

Zur Uraufführung: Der Essener Komponist Günter Steinke greift für „Der Sandmann“ auf die gleichnamige Erzählung von E.T.A. Hoffmann zurück – ein Paradestück der sogenannten schwarzen Romantik, das aus heutiger Betrachtung bereits die Merkmale aktueller verschwörungstheoretischer Narrative enthält: Nathanael, die Hauptfigur der Erzählung, glaubt ein Opfer undurchsichtiger Mächte zu sein. Was sich von den beschriebenen Ereignissen mit einem persönlichen Kindheitstrauma – dem Verlust des Vaters bei einem alchemistischen Experiment – erklären lässt und was auch bei nüchterner Betrachtung eigentlich „kein Zufall“ gewesen sein kann, bleibt in der Erzählung offen. So treibt Hoffmann ein Vexierspiel zwischen der Macht verschwörungstheoretischer Gewissheiten und dem letztlich zum Scheitern verurteilten Versuch, argumentativ dagegen zu steuern, wie es Nathanaels Verlobte Klara tut. Steinke gibt beiden Seiten ihren Raum und lässt die Motive immer wieder miteinander interagieren. Die drei Sätze seines 40-minütigen Werks ließen sich mit „Nathanael, „Klara“ und „Olimpia“ überschreiben, wobei Steinke mit dem lebensechten Automaten Olimpia auch das traditionsreiche Motiv des von Menschenhand erschaffenen Lebens aufgreift. Auch das hat ja durch die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz eine neue Aktualität erfahren: Hoffmanns Olimpia würde heute Siri oder Alexa heißen.
Von Anfang an war Steinke klar, dass die „expressive Kraft und die Polyvalenz des Textes“ durch die spezielle Besetzung des Ensemble Ascolta mit Blechbläsern und Schlagzeug einerseits und den drei „so unterschiedlichen Saiteninstrumenten“ andererseits idealtypisch repräsentiert werden kann. Hinzu tritt der Sprecher mit ausgewählten Zitaten aus Hoffmanns Text. Diese sind weniger narrativ gedacht, sondern erweitern die vielschichtige Vernetzung musikalischer Motive mit den Mitteln der Sprache.

Wir freuen uns, für diesen Part den Schauspieler Gerhard Mohr begrüßen zu können, der vielen auch als Synchronstimme des Hollywood-Stars Kevin Spacey („Outbreak“) bekannt ist.

Sa 23. Jan
21:00 Uhr
Berlin Radialsystem
Ultraschall Festival Berlin
Portraitkonzert Stefan Keller

Es fällt nicht schwer, in der Musik Stefan Kellers eine ausgeprägte Affinität zum Rhythmischen zu entdecken und dabei eine besondere Vorliebe für alle Arten von Trommeln auszumachen: In Hammer (2015) hat der Komponist traditionelle Rhythmusmuster kubanischer Bongos und Congas verarbeitet; in Soma oder die Lust am Fallenlassen (2015) und Hybrid gaits (2017) kommt im Rahmen veritabler rhythmischer Tumulte dem Drumset eine prominente Rolle zu. Kellers komplex strukturierte Klangprozesse lassen dabei (nicht nur rhythmische) Elemente aus Pop, Elektronik und aussereuropäischen Musikkulturen verblüffend stimmig miteinander verschmelzen. Denn der Zugriff auf Phänomene unterschiedlichster Musiktraditionen entspringt weniger dem Prinzip der Collage als der Idee, an Strukturelles anzuknüpfen, so dass die «Wirkungsweise der Musik, auf die man referiert, in die eigene Musik eingeht, ohne gleich gebrochen oder ironisiert zu werden».

Dirk Wieschollek, Schweizer Musikzeitung

Programm

  • Schaukel (2015) für Klavier, Violine, Violoncello
  • Breathe (2016) für Klavier, E-Gitarre, Live-Elektronik und Akkordeon
  • Riccardo Nova / Stefan Keller (2005/2020): Ma’s Sequence 7 für Trompete, Tabla, Congas und Percussion Setup
  • „Stück für Klavier“ (2009)
  • hybrid gaits (2017) für für Drumset, Keyboard, E-Gitarre, Altsaxofon, Trompete und Posaune

Daniel Eichholz, Drumset
Florian Hoelscher, Klavier
Markus Schwind, Trompete
Yalda Zamani, Leitung

mehr von Stefan Keller

21.00 Uhr Livesendung DeutschlandfunkKulturMehr Erfahren
Sa 19. Dez
17:00 Uhr
ascolta YouTube Channel

Portraitkonzert und Gespräch: Rebecca Saunders
Aufzeichnung vom 13.12.2020 aus dem Stuttgarter Theaterhaus

Mehr von Ascolta

Silvestre Revueltas (arr. A.Digby): Sensemayá
Wollen Sie regelmäßig informiert werden –
abonnieren Sie unseren Newsletter: